Heftig

von Manfred Jansen / am 22.06.2018 / in Die Kapitel
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Es waren heftige Stunden, zumindest die letzten 24. Gestern Mittag war ich bei Starkwind und teils sehr kräftigen Regenschauern hier angekommen. Heute Nacht wurde es so heftig mit dem Wind, dass ich in meiner Koje unterm Salon wirklich hin und her geworfen wurde. Hab bis um 5 Uhr morgens kein Auge zugemacht. Ständig Schiss, dass sich mein Rigg mit denen der Nachbarschiffe verhakt. Ist aber gut gegangen. Der Windmesser zeigte in Böen weit mehr als 30 Knoten an. Was an sich nicht sooo dramatisch ist, aber die Windwalzen fielen wie Vorschlaghämmer aus dem Nichts heraus ein. Und aus Nord-Nordwest trifft es uns hier ziemlich direkt, weil ohne Abdeckung.

Aktueller (21:45 Uhr) Blick in Windrichtung bei mittlerweile gemäßigten Verhältnissen

Und dann beim Duschen heute Morgen gibt es den Tritt in den Allerwertesten. Na ja, knapp darüber. Hexenschuss. Schleppe mich seit dem mühsam durchs Boot und durch den Hafen.

Dieseltank mit geöffnetem Inspektionsluk

Immerhin habe ich Teile meiner to do list abgearbeitet. Das Schönste: hab endlich mal den Dieseltank aufgemacht und inspiziert. Ergebnis: kein Dieselschlamm, so gut wie keine Bakterien. Ganz wenige nur (die schwarzen Stippen auf dem Foto oben). Die werde ich absaugen.

Drückt mir die Daumen, dass mich morgen die Hexe in Ruhe lässt. Ich will segeln!

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