Tatsächlich, der Titel passt in allen Belangen. Rüm Hart wird aus dem Winterschlaf erweckt, und bei schönstem Frühlingswetter, wolkenlosem Himmel und leichter Brise von achtern überführe ich mein Schiff von Woudsend nach Warns. Ich erzähle mal wieder in Bildern und der Reihe nach.
Mittwoch: kranen für eine Inspektion des Unterwasserschiffes. Das sieht überraschend gut aus. Nur im Bugbereich hat sich ein Bioschlamm gebildet, …
… den Steven, der Hafenchef in Woudsend, aber mühelos abkärchern kann.
Nur wenige, sehr kleine Stellen im Antifouling sind auszubessern. Insgesamt ist in diesem Frühjahr die Auftragsliste für Steven ziemlich kurz: Antifouling ausbessern, 2 oder 3 kleine Gelcoat-Macken reparieren, Scheuerleiste abschleifen und schließlich eine Rumpf- und Deckspolitur – das war’s. Dafür reichen ihm 2 Tage. Samstag ist das Boot wieder im Wasser, und Sonntag starte ich in Lingen meinen Überführungstag. Nicht ganz 2 Stunden brauche ich bis Woudsend. Für die Fahrt mit dem Boot nach Warns ebenfalls. Nur sehr wenige Boote sind heute, am 22. März, unterwegs. Aber vor Heeg findet tatsächlich eine kleine Regatta statt.
Ansonsten genieße ich den Trip, lege den Hebel auf den Tisch – heißt: 2500 U und 6,5 Knoten Fahrt – und bin in knapp unter 2 Stunden vor „unserer“ Klappbrücke und damit direkt vor der Hafeneinfahrt zum Stormvogel von und zu Warns (links, vor dem Bug der Motoryacht).
Im Hafen ist noch Winterzeit. Gerade mal 10 Boote liegen an den Stegen, der Rest steht noch an Land. Das Hafenklo und die Duschen sind verriegelt, Wasser am Steg gibt es natürlich auch noch nicht, aber eine kleine Handvoll Eigner ist am Werkeln und bearbeitet ihre Schätzchen mit Schleifpapier, Poliermaschinen und Lappen. Immerhin, erste Anzeichen einer Segelsaison.
Rüm Hart wieder an ihrem Sommerplatz, ich genieße den Anblick. Ein Stündchen bleibt mir noch, die ich nutze, um das Frischwassersystem wieder zu verschließen (Entwässerungsventile) und im Salon aufzuräumen. Dann kommt Freund Rainer und fährt mich fix zu meinem Auto nach Woudsend zurück. Am frühen Abend bin ich wieder in Lingen und zugegebenermaßen ein bisschen groggy. Aber mit erwachter Vorfreude auf die Saison 26.
*****







