Wetterzelt

Ein mobiles Dach überm Cockpit hat bei mir hohen Stellenwert. Ich bin ein Schattenwesen, also brauch ich Sonnenschutz. Aber auch bei Regen ist es sehr schön, den Eingang zum Salon und zumindest einen Teil des Cockpits trocken halten zu können. So kann man dann auch bei starken Regengüssen das Luk zwecks Lüftung offen lassen.

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Das Ganze ist ein Schwalbenschwanz-förmig zugeschnittenes Stück Persenningtuch, sehr leicht Cockpitpersenning bearbund unempfindlich. Es kann auch mal nass zusammengelegt werden. Die Form sieht ausgebreitet von oben ungefähr so aus (nicht maßstäblich). Oben ist achtern. Der First (gestrichelte Mittellinie) ist bei mir ca. 1,80 m lang, die Seiten 2,45 m.

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Handhabung: Der erste Griff gilt den Lazy Jacks. Genauer: den hinteren von drei Lazy Jack Paaren. Sie werden ausgeclipst und bei P1040496 bearb kleinihren mittleren Kollegen geparkt. Damit ist der hintere Teil des Baumes frei geworden und die Persenning kann drüberher geworfen werden.

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An der Baumnock wird sie mit einem Karabiner fixiert. Nach vorn hin mit einer Strippe um den Mast und zurück mittels Clam Ceat CL 234 kräftig gespannt.

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Jetzt hat man die Wahl, ob die Persenning als Zelt, also zu beiden Seiten über das Cockpit gespannt werden soll, oder nur zu einer von beiden Seiten (z. B. als Sonnenschutz), dann aber sozusagen doppelt geklappt. Durch die kräftige Verspannung des Firstes geht das ohne Weiteres. Meine ursprüngliche Überlegung, dort eine Möglichkeit für den Einschub eines Alurohres o. Ä. vorzusehen, hat sich als überflüssig herausgestellt.

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Jedenfalls ist die Breite so bemessen, dass das Tuch nicht ganz bis zur Reling runterreicht, sondern ca. 10 cm darüber endet. Der Rest wird mit 9 Gummistrippen an jeder Seite aufgefangen. Das gibt Flexibilität bei der Höhe des Baumes und auch bei den Bewegungen durch Starkwind.

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Die 4 Ecken sind wieder unter Einsatz der Clam Cleat Fenderklemmen (also solche haben sie sich bei mir nicht bewährt, aber jetzt haben sie ihren großen Auftritt) nach vorn bzw. achtern zu den nächst passenden Relingstützen verspannt. Das hat sich auch bei seitlichem Starkwind von bislang bis zu 30 Knoten als sehr haltbar herausgestellt. Der Aufbau ist in 3 Minuten erledigt.

Aktuelle Änderung:

aktuelle Änderung: Ecke ausgeschnitten

Nach Anregung von Martin habe ich mich nun doch entschlossen, an Steuerbord – und nur dort – diese Ecke ausschneiden und die Kanten neu vernähen zu lassen. Jetzt ist der Ausstieg und das Darunterhertauchen auch kein Problem mehr. Auch weil man bequem an die vordersten Gummistrapse drankommt, die man mal kurz an der Relinge aushaken und sowohl vom Cockpit als auch vom Seitendeck aus anschließend wieder einhängen kann.

2 Kommentare

  • Martin says:

    Hallo Manfred,

    Dein Wetterzelt gefällt mit gut. Ich überlege auch schon wie ich das bei mir löse.

    Da gibt es fertige käufliche Versionen, die einen Ausschnitt für die Dirk haben und dann weiter nach achtern gehen. Meinst du die könnten passen?
    Wie ist die Gesamtbreite von der Reling zum Baum und zur anderen Reling?

    Der Durchstieg zwischen Deckssalon und Persenning ist wirklich recht eng. Könnte man da nicht ein Gestänge z.B. aus einer langen Segellatte in die Persenning einarbeiten, damit eine Art Tunnel entsteht?

    Viele Grüße, Martin

    • Martin, die Gesamtbreite der Persenning beträgt 3,40 m. Über ein „Tunnelgestänge“ habe ich nachgedacht, z. B. aus Fiberglasstäben oder sowas. War mir aber zu kompliziert, und die Dinger wären zum Wegstauen zu lang geworden. Dieser Kompromiss gefällt mir besser. Es ist noch keiner stecken geblieben, und durch die Gummis ist genügend Flexibilität vorhanden. Ich könnte fallweise auch noch die Dirk (bei mir ist es das Großfall) lösen. Allerdings denke ich über einen großen, bogenförmigen Reißverschluss nach. Werd mal mit meinem Persennigmenschen darüber reden.

      Käufliche Versionen gefielen mir alle nicht besonders

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