Seit Samstag bin ich hier in Groningen gefangen – wieder mal (gefangen). Dieses Mal ist es nicht das Wetter, sondern die Technik. Heißt: eine der vielen Hubbrücken über den Kanal, den ich quer durch die Stadt fahren muss, „hubt“ nicht, wird seit Wochen repariert und soll nun morgen früh um 9:30 Uhr endlich mal wieder öffnen. Ich werde jedenfalls um spätestens 9 ablegen und mich in die Warteschlange einreihen. Sie wird lang sein.
Die letzten Vormittage habe ich mit Foto-Radtouren durch die City verbracht. Warum nur die Vormittage? Weil es mir ab spätestens frühem Nachmittag schlicht zu heiß und zu sonnig ist. Wenn ich dann zum Boot zurückkomme, habe ich eine schwimmende Sauna – 30° im Salon ist nix. Äolus, Gott des Windes, sei Dank, dass er zumindest eine spürbare Brise durch Stadt und Hafen schickt. Es nützt also was, wenn man Fenster und Luken weit aufstellt. Und sofort sind es nur noch 29,9° …
So jetzt machen wir mal eine Art Groningen-Kaleidoskop, nur dass ich die Bilder nicht in einen Guckkasten, sondern hier einbaue. Los geht’s mit – das Titelbild lässt es erahnen, und wer mich kennt ist auch nicht überrascht – mit dem hiesigen Bahnhof.
Schon von außen ein schmuckes Gebäude, aber von innen wirklich sehenswert. Die Warte- und Empfangshalle ist gar nicht mal so groß, aber echt sowas wie eine Bahn-Kathedrale. Allein die komplexe Deckengestaltung ist es wert den Kopf in den Nacken zu legen. Ich zeige das Foto rechts etwas verkleinert, weil es ein Hochformat ist. Einfach – wie bei allen Fotos – draufklicken und schon kann man es in voller Pracht sehen.
Den Rest stelle ich einfach mal als unkommentierte Sammlung ein, bis auf wenige Ausnahmen. Noch ein Bahnhofsfoto, dann geht’s in die Stadt. Was euch dabei auffallen wird, ist das (in den allermeisten Fällen) gelungene Neben- und Miteinander von Historie und Moderne, also von alter, aber gut renovierter Bausubstanz und junger Architektur.
Zum Schluss noch zwei Fotos aus meiner schwarz/weiß-Schachtel, an der ich mich – ich meine die s/w-Fotografie – immer mal wieder übe.
Soweit Groningen. Drückt mir die Daumen, dass die niederländischen Brückenbauer morgen einen guten Tag haben und ich mich am späten Nachmittag von außerhalb der Stadt melden kann.
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Am Bahnhof war Gott sei Dank kein deutscher Architekt. Der hätte wie in oldenburg die tollen Lampen verschrottet alles weiß übergestrichen und Leuchtstoffröhre montiert.