Das Beste am Norden …

… ist unser Scheißwetter – oder so ähnlich. Egal, jedenfalls ist das tolle Sommer-Sonnen-Wetter vorbei. Seit Montagmittag sind wir in Göteborg (Langedråg) und mit dem letzten Stück des Trollhätte Kanal  wird das Wetter schlechter. Starkwind, teilweise Sturm und Regen. Seit Tagen.

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Spannend sind die letzten Brückendurchfahrten in Göteborg selbst. Vor allem diese hier lässt uns unwillkürlich den Kopf einziehen. Sie ist laut Seekarte 18,30 m hoch, und das auch nur in ihrer schmalsten Durchfahrt (Bildmitte links). Ich erkundige mich über Funk bei der Verkehrszentrale, ob’s mit dem aktuellen Wasserstand auch passt. Denn: Rüm Harts Durchfahrtshöhe ist 18 m. Aber wir bekommen grünes Licht und alles ist gut.

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Mal wieder eine richtig große Marina. Vorteil: die sehr ordentlichen Sanitäranlagen. Nachteil: der weite Weg bis dahin.

In Göteborg treffen wir Jutta und Jan wieder, die wir bereits in Karlskrona im Pub kennen gelernt haben. Damals, noch auf meinem Hinweg, war ebenfalls Sigrid an Bord. Jutta ist Schweizerin und lebt der Liebe wegen in Göteborg. Jan ist Schwede und teilt der Liebe wegen die Wohnung in Göteborg mit einer Schweizerin. Alles klar? Sehr sympathisch die Beiden. Nachmittags holen sie uns mit dem Auto ab, und wir bekommen eine sehr kundige Führung zu den Göteborger Highlights. Abends ist ein Tisch in einem tollen Lokal reserviert und uns Vieren geht es richtig gut.

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Jutta und Jan, DANKE! Und Ihr glaubt nicht, wie wir uns auf Euren Besuch in Lingen freuen. Jutta, Lingen ist mehr als doppelt so alt wie Göteborg und hat historisch richtig was zu erzählen. Jan, es gibt bei uns sogar eine kleine, aber sehr feine Brauerei … 😉

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Einen seglerischen Höhepunkt gibt es hier direkt vor unserer vorübergehenden Haustür. Die America’s Cupper machen in Göteborg Station. Am kommenden Wochenende finden die Matchraces direkt vor unserer Marina statt. Heute war schon mal freies Training, und Sigrid hat fotografiert. Beeindruckende Geschwindigkeiten holen die Jungs aus ihren Kohlefaserkisten heraus, vor allem wenn sie aus dem Wasser auf ihre foils steigen. Der helle Wahnsinn. Beinahe so schnell wie Rüm Hart … 😉

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Auf diesem screenshot sieht man die Regattabahn direkt vor unserem Hafen in Bildmitte ganz unten. Nur mal kurz, um ein paar Menschen neidisch zu machen.

Aber das werde ich mir alleine anschauen müssen. Morgen Abend fährt Sigrid mit der Nachtfähre zurück nach Deutschland. Und offen gesagt bin ich hin- und hergerissen. Wir Beide waren 5 Wochen lang ein gutes Team. Andererseits freue ich mich wieder auf die Solistenrolle an Bord. Nur kochen muss ich dann wieder allein … 🙁