Genauer: Ostern 2026. Ich bin eine Woche an Bord, um das Boot für die Saison und höhere Aufgaben vorzubereiten. Die to-do-list ist lang, ich hab keine Langeweile. Aber ich gönne mir auch Pausen und ausführliche Schnacks mit Freunden und Liegeplatzkollegen, die ich ja schließlich fast ein halbes Jahr – naja, 5 Monate – nicht gesehen habe.
Einerseits sind die Pausen auch notwendig, zigmal in die Backskisten rein- und wieder rausklettern ist durchaus Sport für mich. Andererseits tun mir die Tage und die Bewegungen an Bord auch gut. Fix habe ich die alte Trittsicherheit wieder und die unveränderten Dimensionen und Schrittweiten abgespeichert bzw. wieder abgerufen.
Einerseits habe ich Glück mit dem Wetter – ok, eine Sturm- und eine Regennacht gehören Anfang April dazu, kein Thema. Andererseits friere ich mir nachts den Popo ab, trotz drei (3!) Decken und einer zusätzlichen über die Füße. Nachts kühlt es auf knapp über null Grad ab, und zum ersten Mal in meinem Bordleben schmeiße ich morgens um 3 die Bordheizung an. Einer der Warmluftstränge verläuft direkt unter meiner Koje nach vorn zur Bugkabine. Unisoliert – da taut der kältestrapzierte Hintern gleich wieder auf.
Einerseits gibt es erste Anzeichen einer erwachenden Saison im Hafen – in Form von neuen LED-Laternen auf dem gesamten Areal und funktionierenden Wasserstellen auf den Stegen. Andererseits bleiben die Sanitärabteilungen noch unbeheizt, und die Gefahr von weiteren körperlichen Frostschäden ist groß. Ich stelle neue Rekorde im Schnellduschen und Wassersparen auf.
Dienstag kommt Thorsten, der Chefmechaniker im Hafen, an Bord. Eine komplette Motorinspektion steht an, und ich bin noch nicht wieder so weit, dass ich mich schmerzfrei und intensiv in die Diesel-Katakomben falten könnte. Thorsten geht das alles auch viel flotter von der Hand. Jedenfalls ist mein Motor mittags mit frischem Öl, sämtlichen Filtern und einem neuen Impeller versorgt.
Schließlich habe ich Pläne – der Spannungsbogen, ihr wisst schon -, und da muss der Diesel funktionieren. Nur noch kurz Geduld, und ich werde berichten, warum ich in den letzten Tage über 300 € für Seekarten (digital und Papier) ausgegeben habe.
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Guten Morgen lieber Manfred, immer wieder schön, Deine Geschichten zu lesen! Dann wird es bald auf grosse Fahrt gehen! Werner hat den Frühling mit dem RZ85 auf der Elbe erlebt…von Dresden bis Dessau. Wunderschöne Tour, die ich letztes Jahr miterleben durfte. Mein „neues“ Knie fesselt mich noch an Gehhilfen und Haus, aber es geht aufwärts! Wir möchten Dir einen lieben Gruss auf diesem Wege bestellen, auch an Deine Frau. Bist immer noch in guter Erinnerung! Werner und Bettina
Moin, freue mich wieder von Dir zu hören bzw. lesen. Für mich Immer wieder Ansporn sich doch an die Arbeit oder ist es Freude am Schiff was zu machen. Bin schon etwas älter (83) aber das Schiff schon ims Wasser gekramt.
(Altrheinarm Stromkilometern 411)
Fair Winds und allzeit gute Fahrt
Wulf
SY HARLEKIN
SC Otterstadt
Danke, Wulf. Ich wünsche dir eine schöne und sichere Saison und dass du noch lange deine Freude am Segeln hast.
Herzliche Grüße
Manfred
Hallo Bettina
Danke für deine netten Worte. Unser Treffen ist nun bereits 15 Jahre her – unglaublich! Ich denke immer wieder gern daran zurück.
Dir wünsche ich eine gute Restbesserung, bald läufst du wieder wie ein junges Reh durch die Gegend. Jedenfalls drücke ich dir die Daumen dafür.
Liebe Grüße
Manfred